Mittwoch, 22. April 2020

21:21 nach den Nachrichten, Bekehrungsbotschaften

Ursula von der Leyen macht Videobotschaften und zeigt in die Kamera, wie man sich die Hände wäscht. Sie weiß natürlich, dass nicht alle Menschen das gleiche Privileg haben, aber darauf baut die EU teilweise ihren Anspruch auf. 

Es ist zum großen Teil ein wirtschaftliches Interesse und die Verhinderung von Krieg, dass dieses Bündnis begründet. 

Steuern und Öffentlichkeit sind wichtig, flüstert mir eine Protestantin ins Ohr.

Das Problem der BürgerInnen (die FPÖ, teilweise ÖVP wählen usw.) ist ein tiefenpsychologisches Drama von Individuen, die denken, dass sie zu kurz kommen und davon ausgehen, dass ihre Rechte nicht geachtet werden und sie sich dadurch betrogen und unverstanden fühlen. Ihre Traditionen (also eh auch unsere) gehen zugrunde. 

Dabei  tragen/haben alle Anderen außer sie selbst Schuld an allen möglichen Dingen, die sie so sehr stören in der Welt und sie sehen nicht ihre eigene Verantwortung in der Gesellschaft und ihre Funktion darin. 

Leider oft nicht in Auseinandersetzung mit Kulturgeschichte und dem Begreifen einer verwebten Menschheitswerdung oder sogar einer abstrakten Wahrnehmung von Zeit, Kultur und eingeschränkter Lebenszeit. 

Nicht unbedingt, weil sie die totalen Hitlers sind und einen neuen Menschen mit reinen Wurzeln kreieren möchten, sondern weil sie selbst nicht wissen wofür sie überhaupt stehen würden, hätte man nicht im Kern ihres Wesens etwas angesprochen, das schlicht und einfach Missgunst und Abgewandheit heißt. 

Das führt niemals zu einer differenzierten Haltung oder Meinung, die nicht Menschen ausschließt oder auf Vorurteilen aufbaut. Aber das ist ein sehr existenzielles Problem, das uns alle betrifft. Wir müssen sie genauso als Teil der Gesellschaft beachten und annehmen, weil wir genauso manipuliert und geblendet werden vor den eigentlichen Tatsachen, dass es ein System gibt, das auf der Zerstörung allen menschlichen Lebens aufbaut und manche Menschen dadurch sehr viel Geld und Macht akkumulieren. 

Irgendwie müssen wir alle zusammenhalten, denn immerhin denkt man (gegenseitig) voneinander „Diese Art von BürgerInnen sind naiv, verblendet, privilegiert, schuldig“.
Insofern könnte man Versöhnung finden und bei den Dingen, wo wir uns einig sind, etwas daran verändern, schadet ja erstmal nicht. 


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