Mittwoch, 29. April 2020

Drohung

Ich komme auf ein Stück Papier (ich bin eine Frau)
Und packe den Orgasmus ein, wie einen Kaugummi ins Papierchen. 
Sich zu öffnen, Gefühle zu zeigen gehören zu den Abstraktionen des Zyklus. 
Armamputation - Raucherlunge 
Ich bin mein eigenes Ding.
Mein Ego wird mich töten - ganz gewiss!
Es ist keine Haltung, es ist einfach ein unruhiges Baby <3
Du solltest lieber aus der Distanz heraus betrachten (Jugend)

Es sind nichtssagende, sterbende Zeiten
Sterbende Zeit, die einem nicht zurückgeschenkt werden kann...
Man kann mir Angst einpflanzen.
Mein Fett ist nervig und Tugend

Ich verstehe Patti Smith nicht. 
Hat sie ein Problem oder ist das nur nostalgischer Klassenbullshit, mit ihrer romantischen Ader und ihrem Kuchengesicht.
Was soll dieses ganze hübsche beschreiben von Situationen: 
Die Dinge auf der Welt sind grausam und brutal. 
Und sie hört nicht auf romantisch an ihrem Hut umzutun... 
Poesie lebt ganz tief in leichter Unruhe... nicht mit der Sühne zu verwechseln. 
Universalmoralisten haben oft, mit tiefen Schuldgefühlen zu kämpfen. 
Was die Kunst angeht: 
Alles wird akzeptiert, wenn es die Grenze der Anerkennung dann überschritten hat.  

Ich frage mich, ob die Generation aus der ich stamme Künstler*innen und Poeten hat?
Dabei denke ich einfach bei Poeten nur noch an Frauen. 
Frauen sollten schreiben über die Welt und ich sollte auf jeden Fall anerkannt werden...aber nicht wie Patti Smith, die schreibt nur hübsche Sachen. 
Man sollte mehr Akzeptanz haben für die Migrant*innen, die nicht Rechtschreibung können aber die deutsche Sprache eigentlich heimlich besser beherrschen als die blöden deutschen Kinder. 
Ich bin kein Narzisst wie du in Wirklichkeit, dir das immer vorgestellt hast. 
Es ist ok, dass ihr unaufhaltsam seid. Ihr Ausländer*innen der Zukunft. 

Randnotiz: 
Ich bin bereit ein riesiges Messer zu schleifen, wenn du das nächste Mal meinen Privatraum betrittst.

Mittwoch, 22. April 2020

21:21 nach den Nachrichten, Bekehrungsbotschaften

Ursula von der Leyen macht Videobotschaften und zeigt in die Kamera, wie man sich die Hände wäscht. Sie weiß natürlich, dass nicht alle Menschen das gleiche Privileg haben, aber darauf baut die EU teilweise ihren Anspruch auf. 

Es ist zum großen Teil ein wirtschaftliches Interesse und die Verhinderung von Krieg, dass dieses Bündnis begründet. 

Steuern und Öffentlichkeit sind wichtig, flüstert mir eine Protestantin ins Ohr.

Das Problem der BürgerInnen (die FPÖ, teilweise ÖVP wählen usw.) ist ein tiefenpsychologisches Drama von Individuen, die denken, dass sie zu kurz kommen und davon ausgehen, dass ihre Rechte nicht geachtet werden und sie sich dadurch betrogen und unverstanden fühlen. Ihre Traditionen (also eh auch unsere) gehen zugrunde. 

Dabei  tragen/haben alle Anderen außer sie selbst Schuld an allen möglichen Dingen, die sie so sehr stören in der Welt und sie sehen nicht ihre eigene Verantwortung in der Gesellschaft und ihre Funktion darin. 

Leider oft nicht in Auseinandersetzung mit Kulturgeschichte und dem Begreifen einer verwebten Menschheitswerdung oder sogar einer abstrakten Wahrnehmung von Zeit, Kultur und eingeschränkter Lebenszeit. 

Nicht unbedingt, weil sie die totalen Hitlers sind und einen neuen Menschen mit reinen Wurzeln kreieren möchten, sondern weil sie selbst nicht wissen wofür sie überhaupt stehen würden, hätte man nicht im Kern ihres Wesens etwas angesprochen, das schlicht und einfach Missgunst und Abgewandheit heißt. 

Das führt niemals zu einer differenzierten Haltung oder Meinung, die nicht Menschen ausschließt oder auf Vorurteilen aufbaut. Aber das ist ein sehr existenzielles Problem, das uns alle betrifft. Wir müssen sie genauso als Teil der Gesellschaft beachten und annehmen, weil wir genauso manipuliert und geblendet werden vor den eigentlichen Tatsachen, dass es ein System gibt, das auf der Zerstörung allen menschlichen Lebens aufbaut und manche Menschen dadurch sehr viel Geld und Macht akkumulieren. 

Irgendwie müssen wir alle zusammenhalten, denn immerhin denkt man (gegenseitig) voneinander „Diese Art von BürgerInnen sind naiv, verblendet, privilegiert, schuldig“.
Insofern könnte man Versöhnung finden und bei den Dingen, wo wir uns einig sind, etwas daran verändern, schadet ja erstmal nicht. 


Dienstag, 21. April 2020

Selbstbildnis als Frau zwischen Randnotizen

Das Abgetrenntsein von der Welt ist eine Angst, die man oft versucht durch Konformität mit der Gruppe zu überwinden.
Vielleicht ist das deswegen so stark mit den linken Stimmen in der COVID19-Krise, die warnen vor Staatskontrolle/Übernahmen, die totalitär münden könnten.
Wenn ich dir in die Augen schauen möchte, muss ich erstmal dort hinschauen, wo sich die Kamera in meinem Laptop befindet.

Ausflug zu einer ganz anderen Behauptung:
Die Frau hat nichts anderes übrig, als sich in sich selbst und ihrem Abbild zu verlieren – der Narzissmus ist die Lösung sich dem Objektcharakter hinzugeben – verliebt in ihr eigenes Spiegelbild gelangt sie zur Spaltung zwischen männlichem und weiblichem Subjekt.
Ihr ganzer Körper entfremdet sie seit der Jugend. 
Sie wird beschäftigt, aber tut nichts.
Ich liebe mich und besitze mich. Hier am Körper kann ich alleine herrschen als Narzisstin. Das Abgetrenntsein kann man durch orgiastische Erlebnisse stillen oder durch die Symbiose. Die Unwissenheit ist schön, weil wir sterben.

Die Frau sieht in der Liebe ihr Schicksal während es beim Mann ein Ereignis bleibt.

Montag, 20. April 2020

Covid Randnotiz 2

Angela Merkel sprach von einer Herausforderung wie nach dem 2. WK. Das ist für unsere Generation (gilt natürlich nicht für Alle) super abstrakt, da sie weitläufig niemals mit Existenzängsten in Berührung kam.

Vielleicht meint Angela, das auf einer wirtschaftlichen Art aber so als Identität und Sinnfrage?

Was für ein Land will denn Deutschland sein ?

Was für Werte sind denn nun mal ganz konkret die wichtigsten ?

Hält man sie auf Ignoranz, diese feinen Klassenunterschiede. 

Kann ich auf gewisse Privilegien verzichten und vielleicht was abgeben, wenn ich sehe es kann für andere besser gehen ? 

Wieso fällt es einem so schwer, sich Dinge abzugewöhnen ? 

Diese Ware kaufen gibt mir solche Sicherheit.
Vielleicht haben wir keine Lust auf den Verzicht. 

Bekanntlich ist die Hölle auf Erden. 

Die muss hier sein, Beil im Erdboden herrschen klare Verhältnisse, deshalb gibt es dort unten keine Gier. 

Die Tiere werden satt, wenn sie genug gegessen haben.  (Außer z.B. Labradors, die niemals aufhören würden zu essen, solange etwas verfügbar ist, auch wenn sie sich damit töten)

Längerfristig ist das unnötiges Leid für uns selbst.

Welche Lösungen hat die Natur da noch parat?

Entwurf für Ansprache der Figur mit Poesieärmel

Gesichtsmaskenselfies sind was für privilegierte WichserInnen
Der letzte Mensch mit dem ich hier sein will war ich
Die Ruhe fiel mir schwer
Ich war ein Mensch der sich selbst viel zu ernst nahm 
Dafür hab ich mich bis zum Ende meines Lebens anstrengen müssen, 
um damit auch noch authentisch zu wirken 
Wenn ihr langweilig war, fing sie an politisch zu werden 
Also Macht zu wollen für ihre Tätigkeit - kleine Fledermaus nannte ich sie ganz zärtlich und küsste ihr Ohrläppchen dabei

Der größte Macho der Stadt heiratet die Feministin 
Es scheint wirklich so zu sein, dass es eine Art Komplizenschaft gibt zwischen ihnen und solchen Frauen, die eigentlich emanzipiert sein sollten 
Aber der Feminismus war leider nicht existenziell für beide
Die Surrealisten waren nicht in der Lage, die Frau ohne Sadismus zu denken 
Die letzte Puppe muss verbrannt werden - auf der Straße und zwar unter öffentlicher Aufsicht !
Muster von De Stijl im Wohnzimmer
Konzepte über neue Lehre und Ausstellung als Demonstrationsräume
(El Lissitzky Bilder nachmalen aber kleines bisschen schief, dass man es kaum bemerkt) 
DADA-Manifeste auf dem Tisch von Jemandem, der dir immer unsympathisch war und plötzlich aufregend wirkte. Ein wenig sexy sogar...
Bindungsunfähig und Homosexuell
Gezeiten (niemals Verbrechen) und Ornamente 
Avantgardisten mischen eine Palette - beschatten die Welt 
Ölmalerei und Steaks (Tristan Tzara)
Max Beckmann sieht aus wie mein Liebhaber mit einer schwulen Geste, die ich küssen möchte
Für immer und ewig Deins - Büchereinwand - Lüge
Radikalität, weil kein Sinn für Verantwortung 
Ekelhafte, nicht sich zeigende Frau. Stop mal!
Kein Sinn für Realität und privilegierte Sätze, Wörter, Bauelemente
Tische und Segmente und Türen, die ausgebaut werden aus der Wohnung
Ohne sie hätte es damals die Moderne so nicht gegeben 
Humor aus den Trümmern meiner Seele - weil ich nur Wissen auf der Universität mitbekommen habe. 
Niemals aus echten Büchern, aus echter Neugier
Überwindung der eigenen Konformität 
Unmöglichkeit einer Überwindung 
Politische Krisen mit sich selbst abgleichen 
Reden um nichts zu behaupten - ganz normal in unserer Zeit
Nein, wirklich erstaunlich wie ganz normal das ist 
Denken um zu fühlen was eigentlich los ist 
Ich kenne mich nicht aus mit der UdSSR und auch nicht mit der Zeit jetzt 
Werke zur Demonstration und die Vorstellung eines Programms
Courbet. Elitenrealismus. feine Romanzen allezeit
Jetzt alles durchgehen was dir einfällt. 
Die Entwicklung eines Bildbegriffs 
Quattrocento leck mich fett

Seitdem wir Masken tragen, frage ich mich immer mehr wie lächerlich der Mensch im Gegensatz zu den natürlichen Kräften ist und wie er es da trotzdem noch zum Supermarkt schafft anstatt einfach zu Weinen für sich allein und still wie ein kleines Kind, das nicht verstanden hat wie es erwachsen werden soll 
Die Maske macht ein Misstrauen zwischen uns, weil wir nicht unser ganzes Gesicht sehen

Ich bespreche mit meinen Kollegen im Nebenzimmer wichtige Informationen insitu und wir berühren uns zärtlich ohne, dass es eine Rolle spielt was für ein Geschlecht wir haben
Irgendwann werde ich eine Brombeere essen, ohne zu denken es sei heimlich ein giftiges Früchtchen 
Kann man alles sein, ohne eine Erfahrung gemacht zu haben mit den Dingen?
Wie wird dargestellt? Jetzt malen wir ein Bild gemeinsam und machen einen liebenswürdigen Witz, wie der Nagel, bei einem kubistischen Bild von George Braque
Oft war ich selbst erstaunt wie oft ich Ideen hatte, die aber schon viele KünstlerInnen gehabt hatten lange zuvor und ich dachte es sei irgendwie von mir
Jetzt bin ich etwas neidisch aber man kann bei Manchen klauen, weil es war ästhetisches Programm. 
Den Horizont kann man mir nicht klauen, nicht wahr? 

Anstatt dich dauernd zu schämen für deine Privilegiertheit und sie vor jeder Behauptung zu erwähnen, wie ein Schuldgeständnis, das über dir liegt, wovon du dich befreien möchtest, könntest du es doch mal vorziehen dich einer Gruppe anzuschließen und strukturelle Entscheidungen zu schaffen, die von Nutzen sind für die Allgemeinheit - Fachidiot mit Egoproblem.

Donnerstag, 16. April 2020

Covid Randnotiz 1.

Die Veränderung war plötzlich und unerwartet einfach gekommen. Während manche RomantikerInnen total schöne Ideen für die Ruhe und Resignation hatten und damit dachten auf einer metaphysischen Ebene das kapitalistische System auszutricksen, baute die Demokratie ein neues Grundvertrauen, das man leicht in faschistische Akzeptanz münden lassen konnte. Auf der anderen Seite verübte die europäische Union durch ihre Bestrebungen seit dem 2. WK einen Selbstmord, indem sie ganz eindeutig zeigte, wo hier die Prioritäten bei Menschenleben und ihrem Schutz lagen, in dem sie Schutzmasken vor dem Supermarkt verteilen ließ, aber nicht in der Lage war einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lager Moria zu finden, in dem 23.000 vor sich hin lebten, ohne eine Zukunftsperspektive. Letztendlich durch das System hervorgerufen, in dem wir glauben in Wohlstand zu leben. Panisches Grinsen während wir auf dem Sofa sitzen. 

Dienstag, 14. April 2020

Ich möchte mit Tristan Tzara schlafen

Seitdem ich wieder angefangen habe Wissen und Poesie in mein Leben anzunehmen und zum ersten mal die Antikunst als die einzige Möglichkeit der Überhöhung angefangen hatte anzunehmen, war ich plötzlich beim Lesen von Texten von Tristan Tzara darauf gekommen, das ich eine Nacht mit ihm verbringen sollte, wo wir uns vereinigen und am nächsten morgen beschämt jeder heimkehren sollte zum eigenen Leben ohne jemals wieder voneinander zu hören. 

Das Gefühl, das es besser wäre, wenn ich nur noch schreibe ohne nachzudenken was dann passieren würde wenn ich es niedergeschrieben habe und welche Sinnzusammenhänge dabei entstehen könnte, würde ein kleines bisschen Ruhe und Entspannung für die nächsten Wochen für mich bedeuten. 

Dienstag, 7. April 2020

Walter Benjamin, Martin Kippenberger, Tristan Tzara, Johannes Itten und Rose Selavy und Co.

Allein eure Namen sind schon für mich etwas Poetisches, Erotisches, Aufregendes. 
Das sind die Personen, die ich erwähne um mich aufzuladen. 
Meine schöne Referenz bei einem aufregendem Gespräch. 
Ich sollte Cocktails trinken an einer Bartheke. 
Es sollte Lieder geben, die so heißen und Bücher nur mit Bildern von euren Gesichtern und poetischen Interventionen.   
Ich möchte sie als meine Chimären verwenden und daraus ein aufregendes Kunstwerk machen, an dem mein Name niemals Erwähnung finden kann. 
Frauen sind keine Genies. 
Frauen sind nur readymades und Vermittlerinnen fürs Museum. 
Man kann Frauenbilder gleichsetzen mit dem Umgang mit Kunst außereuropäischer Völker, Kinderzeichnungen, Volkskunst, Vorantike und sonstigen Fernreisen und Skizzenheften von Künstler*innen mitten im Imperalismus und Kolonialzeitalter. Unsichtbarkeit war gestern. 

Ich würde gern mit ihnen schlafen und dann muss ich mir endlich nicht mehr Gedanken machen über diesen Körper oder meine Authentizität oder die Funktion, die mir bevorsteht, da ich sonst alleine sterbe, weil meine Passivität letztendlich nur gespielt war und dadurch nicht als sexy gelten konnte.


YOUTUBECHANNEL OHNE GENDERKENNTNISSE

Maskuline Kraft von mir soll dazu führen, das er sich dauernd distanziert, aber ich glaub der hat einfach was mit seiner Mutter und seinen Idealen zu klären. 
An mir ist nichts komisch, außer, dass ich halt einfach nicht passiv bin. 
Sondern halt voll viel mache, weil ich ihn mag. 
Ehrlich und nicht symbiotisch und ekelhaft und trotzdem machst du es mir so schwer. 
Deswegen gibts da so ein Begehrensproblem seinerseits vermutlich. 
Lass mich endlich zufällige, passive Beute sein lieber Gott. 

Angeblich ist es so, wenn ich die Empfängnis spiele, wird er von selbst kommen. 


* ich vor einem Bild