Montag, 6. September 2021

Die Gefälligkeit

Ich bin im Kunstgefängnis angekommen. Markttaugliches Tun heißt Spinne sein, lieb gucken, Vorbereitung. Wie lange steht man schließlich noch durchschnittlich vor einem Kunstwerk. 10… Vielleicht 11. Sekunden?  Den Lilletdrink kann ich nicht mehr genießen, weder bei 50 Grad in Athen, noch hier im 1. 17. 7. 8. Bezirk.  Noch ein kleines Swipen zur nächsten Messe oder ins Museum in die zahlreichen Stockwerke. Materialkunde. Immer schnell gucken wie das Ding heißt, wer das Ding macht. Irgendwas ist falsch und heuchlerisch an allem und alles und jedem. Wenn die Welt gerade untergeht -  tut es weh. Es betrifft uns aber nicht. Wo stehst Du mit Deiner Kunst Kolleg:innen? 

Wieso gibt es in Wien so wenig Kunstkritiker:innen? Wo bleiben die Critical Studies, Kunstgeschichtler:innen und Co. Immer nur Sabeth Buchmann, Helmut Traxler zitieren, weil dort Dissertation ansteht. Habt ihr damals auch Angst gehabt um Eure Reputation? 

Wieso wird nur Werbung gemacht in der Kunstzeitschrift und wann hört man endlich auf zu glauben die Sache hier ist ein Lifestylemagazin, wo es darum geht den richtigen Sponsor zu finden? Diese Widersprüche sind einsam. Es muss die Möglichkeit geben für die Sprungleiter zwischen nicht gefallen wollen, Autonomie und Souveränität. Wäre ich doch bloß ein Trampolin. Erfolgreich in die nächste Klasse aufgenommen werden ist nicht. Sich auf den dicken Bauch klopfen und sagen „Hier bin ich“. Ja, das ist gut. Das ist wahr, fett ist schön und lass mich in Ruhe Vaccineader. Dieser Körper, der ist so perfekt, weil er mich gesund hält. Ich muss niemanden gefallen mit keiner Zelle. 

Meine Liebe ist von mir zu Dir in der Öffentlichkeit und es schickt ein Bussi. Der Blick trifft genau in den Korb, aber wieso gibt es kein Fernsehen mehr? Wieso wird alles gefiltert? Ich will alles kaufen, alles zerschmettern. Auf den Pfad der Dämmerung.Vampir:innenkämpfe austragen. Selber lachen über meine Lächerlichkeit. Die deutsche Sprache. Sich selber Steine im Weg legen. Fallen. Fallen. Politkunst. Sozialamt. Fahim Amir ist angeblich in echt doch Cis. Ich checkst nicht, woran wurde seine toxische Haltung gelesen? Bitte mag mich.  Zufällig 800Euro am Boden finden. Die Arbeiterklasse in Ruhe lassen. Wolfram Lotz kritisieren. Ruhig gestellt, abgestellt. Regal werden. Genießen es nun Tiere miteinander Sex zu haben oder nicht? Dann ist die Sache mit der Liebe wirklich ausgedacht. Der Fetisch im Markt, die Leiche im Keller. Die Minderheit, die nicht gehört wird, sondern nur abgestellt wird, die Leute, die sofort interessant wirken. Konsumiere Eigenschaft. Gemeinschaftlich alle durchs Dorf ziehen und dabei die Haare schleifen lassen. Alle kommen einmal dran. Das Böse muss man aushalten können. Bösartigkeit und Hetzerei. Kein Raum für Trolls (Nazitrolls). Verschwendung und Scham. Schlechte Laune, süße Tränen. Schuldgespräche im Radio. Schütze mich, führ mich sanft.