Dienstag, 22. September 2015

Einen Splitter im Fuß

Einen Splitter im Fuß haben, also zeigen Sie mal her:
Das Banale ist oft die Dummheit.
Dass man so offensichtlich dumm sein kann.
Verwestlichung aber Freiheit.
Der wirkliche, innere Wertstein ist nicht freie Wahl, sondern natürlich das Geld,
dass man verdienen kann viel leichter und die Personen, die Widerstand leisten würden mit ihrem Geist, können es dann in geschlossenen Räumen tun.
In geschlossenen Kreisen können sie dann kommentieren was sie an sich gegenseitig wahrgenommen haben.
Es wirkt fast schon wie ein lächerlicher Wettkampf, bei dem es darum geht den Sponsor zu finden, der zu einem passt, mit dem man es in seiner Wirkmacht bzw. in einem passablen Zeitraum aushalten könnte.
Was mich stört, an meinem Kunstwerk ist ja, dass es so wirklos ist.
Wofür und wem will ich da gefallen und um welches Begehren geht es hier.
Die neue Sinnlichkeit wird in Zukunft aufsteigen!
Alles mögliche ist so voller Hysterie, wenn es um das Recht auf Freiheit geht.
Die böse Dummheit die scheinbar sehr schnell und aktiv handelt, kann man nicht mit Freiheitsgefühlen und Moralformen bekämpfen.
Man muss so dumm wie möglich einfach handeln/struktur machen ohne Polemik.
Es können einfache Sprachen gefunden werden und sehr konkrete Auseinandersetzungen und Konfrontationen.
Warum die Kunst so passiv ist?
Sie erzeugt keine Personenfiguren die als individuelle Positionen handlungsfähig sind.
Es werden nur Figuren erzeugt, die innerhalb der Profession dann aktiv werden und ihre Ängste nicht teilen. Sich nicht zeigen. Sich nicht schämen oder lächerlich machen.
Es ist so hässlich, sich stolz zu fühlen, Karriere zu machen.
Ich habe es also geschafft mit meinen eigenen Ideen auf dem Markt zu profitieren, dass ich ein gutes Leben führen kann.
Das ist ok so, aber vielleicht hat man eigentlich ein schlechtes Gewissen und bemerkt, dass man dadurch handlungsunfähig geworden ist.
Oder ist die Idee von Virtuosität total irreführend, demokratisch und schlechthin total überzogen und nicht mehr zeitgemäß?
Nehmen wir an wir sind sehr klug.
Dann kann man manchmal nicht ausdrücken was man sagen will auf einer Art und Weise, dass es für eine größere Menge an Menschen auch zugänglich wird.

Der Mensch hat seinen Stellenwert also versetzt und das wird er immer mehr.
Er geht zurück auf die Rassenideologien, Geld und brutal und abstrakte Gewalt, die angeblich Wohlstand erzeugt.
Was eine Figur möchte, die sich für den Wohlstand einsetzt, ist mir fremd.
Weil es zu einer Neusetzung kommen muss, was verteilter Wohlstand heißen könnte.
Es ist so sehr wichtig zu verstehen, dass es nicht zu dem gleichen Punkt kommen kann wie es schon mal der Fall war.
Schau auf was du geschaffen hast und welcher Raum dir zur Verfügung steht, als Mensch mit all diesen Möglichkeiten dich zu bewegen und andere Menschen in einer Form zu treffen, die zuvorkommend ist.
Wie wird man handelnde Figur?
Es interessiert uns nicht mehr zu gelten als irgendwer.
Das ist ein Innenproblem von Anerkennung und darum gehts der Bewegung nicht.

Ich werde einfach schweigen und damit abgrenzen, weil mich das nervt, dass man Dinge nicht so wirklich frei lassen kann, also ich mich nerve, dass ich Dinge nicht ganz frei lassen kann – unabhängig werden von allen Geldern, die damit zu tun haben,
sich gegenseitig helfen, ein Netz zu bieten, wo man sich austauschen kann ohne eine Institution dahinter.
Wege wie man sich wehrt, wie man sich nicht verkrampft.


Kommentar
Hier sehen wir eine Figur um 200 v. Chr. - 200 n. Chr., die einen Splitter im Fuß haben könnte. Diese Kultur wurde erst sehr spät gefunden, etwa 1992 in el Polo San Isidro.
Ich könnte eine lange kolonialverwebte Geschichte zur Namensgebung der Malagana Kultur weitererzählen, aber es ist lediglich als Erinnerung abgespeichert und entspricht nicht mehr genau den archäologischen, ethnografischen Informationen.

Der Grund weshalb ich sie bei meiner Reise fotografiert habe ist einfach:
Ich bediene mich der Schönheit anderer Kulturen und benutze sie um mich selbst aufregender und authentischer zu machen.
Denn durch mich, weiße und westliche Künstlerin, wird das Ganze erst zu einer Erhabenheit und Kunst ins Licht gerückt.

Siehe Primitivismus, Expressionismus, DADA, Abstraktion, Weltmuseum, Kolonialismus, Imperialismus, Rassismus, Fernreisen der Künstler*innen, die ausschlaggebend waren für die Moderne.

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