Montag, 2. November 2015

Kommentare (gespalten) / falsche Literatur

ein bücherregal so gestalten, dass man sich selbst damit identifizieren kann. irgendwelche bezüge zu sich selbst herstellen, damit man weiß, man sei einer von ihnen. man kann natürlich auch eine zigarette oder drogen so platzieren damit man eine identifizierung damit hat. immer wieder zum spiegel laufen und abchecken ob es noch da ist. dieser blick halt. wie das ganze außen dir nicht helfen kann. es ist so ein skandal, dass wir nicht uns selbst sehen können. bescheuertes spüren dauernd. diese witzige attitüde. diese unglaubliche unsensibilität von freiheitsdenkern. logodrama wird das in fachkreisen genannt. ich bin nicht relevant und diese sinnwiedergabe bleibt nach wie vor uninteressant mit der frage: worauf willst du einwirken? warum wird nicht widerstand mal anders ausprobiert. warum gibts die sätze nicht formuliert von denen, die ständig schweigen? der mensch soll nicht so angenommen werden wie er ist, weil dann kann man nicht zeigen wozu er fähig sein könnte. wo kann ich da was einsetzen. die parameter für solche fähigkeiten sind manchmal sehr gefährlich. wir haben also doch nichts mit der arbeiterklasse zu besprechen - also bleiben wir weiterhin hier. 
du kannst nicht alleine da reingehen. wird die unsicherheit dadurch gesperrt, wenn man einen anderen zu einem mega standpunkt erhöht? das ist die mega klasse und alle tun ihren job nur so halb. also du musst schon auch auf mich zugehen aber ohne, dass es mich belästigt. die beurteiltungsmaschine anschließen. jetzt flitzen nur so die sätze daher wie nichts. hier, hier bin ich. natürlich kann ich das viel besser als die anderen. 
nur manche schreiben eben noch besser. ich kann unmöglich versprechen, dass manche einfach nur sie selbst waren. 
frau barthes: ich kann nicht glauben wie ich mich durch mich erkennbar machen könnte. du muse! die brüstung existiert nicht ohne deinen respekt. dieser lebt sich aus in einer konkreten idee. ich nenne es management. wir arbeiten auch. stellt euch vor, die meisten von uns sind sogar so erschöpft, weil sie dauernd preisgeben und mitteilen müssen. das denken bleibt halt nun mal unbezahlt. informationen aufschreiben können. nein, sogar formulieren können. jeden morgen, da denke ich als erstes an dich und beim schlafen gehen an so andere sachen. produktion und sinnhaftigkeit. so viel bedeutung lässt sich nicht an einen tag legen. das ist nicht möglich, könnte man meinen. man kann auch nicht ewig lustig sein aber langsamer machen macht auch keinen sinn. heidegger meinte, er kann nicht so gut lügen und, dass er es vorzieht sich weniger auf andere zu beziehen. man könnte letztendlich nur sich selbst trauen wenn man den im richtigen winkel zu den dingen erstmal gestanden habe. das problem sei eben, dass man ja das ganze immer wieder neu verhandeln muss. diese ganze philosophie, das ist so flüssig. 
es ist wirklich geradezu feucht. ich find alle bilder, die ich je gesehen habe, unnötig. das ist so mega ego. man kann doch nicht momente einfangen für einen selbst. das kann nicht ernst gemeint sein. sarkastisch aufbewahrte traumata. großartig. ein event. eine stimmung. eine schwankung. gruppendynamik. was ich mag. was ich nicht mag. politischen inhalt. info. so ganz viel media art. irgendwelche unseriösen chat nachrichten. das ist so üppig. so üppig gestaltet. dabei hat es so gut angefangen. manche unter uns hören sich immer noch nachkriegsliteratur an. ich und facebook waren total narzisstisch ok miteinander und dann. das kann doch nur mit meinem eintritt zu tun haben in verwertungsräume. das lustige ist, dass teilweise meine freunde zu verwertungsfreunden wurden. die gedichte von zola hat keiner mehr gefunden. sie waren unbedeutend. sie waren ohne bedeutung in der erzeugnis aber nur, weil sie keiner übernommen hat. in allen disziplinen müssen wir konfrontiert und bewaffnet sein. sobald eine lage eingenommen wird, die uns überfordert und den konkreten und direkten kontakt verlangt, sind wir einfach erstarrt und verfallen in institutionelle gemütlichkeit. wir zerfallen in die identifikation mit dem regal oder den bildern oder den abbildungen aus dem pädagogikstudium. 
viktor frankel und seine kapazität und zwar in den ausgespielten karten. 
die notwendigkeit und die angst, das was man da so liebt nicht mehr im gleichen ausmaß machen zu können bringt möglicherweise eine riesige enttäuschung mit sich. ein sprachrrohr suchen, weil man selbst keine ahnung hat auf welcher art man dieses wort überhaupt fertig machen könnte außer, dass es einfach nur peinlich ist und es zum punk gehört nicht zu idolisieren aber diese leute sind mega vergessen worden, weil sie nicht dieselben mittel benutzt haben, wie wir das vielleicht getan hätten. gib dir das. du bist auslöser für den hass, der ich nicht werden wollte.
die neuen künstler können nicht lange andauern. die sind dann einfach verschwunden als die kampagne und die reservois das auch waren. das macht sie so beiläufig. wie man so mal ganz nebenbei jemanden komplett unterschätzt. generalisieren und unmittelbar konfrontationen vermeiden. dokumentarfilme drehen. im regen mit einem buch unter dem arm laufen - als wäre das nie passiert - diese lächerliche literatur von der du sprichst.