Montag, 26. Oktober 2020

Gedicht der Unruhe

Immer, wenn ich schweige, überkommt mich die Panikmacherei.
Es wird sonnig werden in mir sag ich, wenn ich die Farbe der Blätter aufsauge mit meinen Augen. Treibend wirkt die Bewegung, der ich mich aussetze.
Beim Schwitzen und kratzen und jucken kommt mir immer wieder vors Auge: dein Antlitz in s/w. Wie eine Masse bewegt es sich gleichmäßig vor meinem Gesicht.
Also gleichmäßig mit meiner Bewegung, während ich Fahrrad fahre zum Beispiel. 
Beim Ring: zur Uni, zum Babysitten, zur Konditorei.
Allerdings nie, wenn ich was kaufen gehe, wie Kleidung oder Lebensmittel.
Du bist also für mich komischerweise nicht überlebenswichtig.
Ich brauche keine Frauen in meiner Nähe, die gemocht werden wollen.
Niemand braucht ein Mann, um sich selbst zu verwirklichen.
Niemand braucht irgendwer aber Abhängigkeit ist eine wichtige schöne Sache, wenn man verstanden hat worum es dabei geht.
Dem Maßstab der Dinge von sich nach außen klären.
Glasreiniger in die Schokoladensoße werfen und damit die ganze Stadt vernichten!
Nun hat mich TKKG. Ich war der Verbrecher!
Ich trank stundenlang Tee, um dann stillschweigend in die Schüssel zu pinkeln.
Einen neuen Maßstab haben, während der Virus wuchs.
Dem Killervirus: Der Nachricht. Der Verleugnung.
Dem Terror hinter einem immer wiederkehrenden Geräusch aus der Hölle/in der Küche.
Ein Vaginalpilz strahlt durch das Wohnzimmer. Ich sitze auf dein Schoß aber es ist überhaupt nicht sexuell. Wir zwei wissen nichts von der Liebe unter Männern. Wir zwei sind dazu bestimmt absolut nicht miteinander zusammenzupassen.
Unruhig werde ich immer, wenn es um dich geht.